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Agentensysteme in der KI

  • Autorenbild: Taxy.io
    Taxy.io
  • vor 58 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Wie Aufgabenketten entstehen


Agentensysteme in der KI - Wie Aufgabenketten entstehen

Agentensysteme erweitern KI von einzelnen Antworten hin zu strukturierten Aufgabenketten. Mehrere spezialisierte Agenten arbeiten dabei zusammen, planen Schritte und verarbeiten Ergebnisse weiter. Der Beitrag zeigt, wie diese Systeme funktionieren, welche Rolle Orchestrierung, Feedback und Daten spielen und warum sie für komplexe, wissensintensive Aufgaben zunehmend an Bedeutung gewinnen.



In diesem Beitrag:




Häufig wird künstliche Intelligenz als System verstanden, das auf eine Eingabe eine passende Antwort liefert. Dieses Verständnis greift jedoch zunehmend zu kurz. In der Praxis verschiebt sich der Einsatz von KI nämlich immer stärker weg von einzelnen Antworten hin zur Fähigkeit, zusammenhängende Aufgaben zu bearbeiten.


Ein KI-Agent ist ein System, das Aufgaben eigenständig plant, in Schritte zerlegt und zielgerichtet ausführt.


Gerade bei komplexeren Fragestellungen reicht es nicht mehr aus, isolierte Informationen zu liefern. Es entsteht ein Bedarf nach Systemen, die mehrere Schritte logisch miteinander verknüpfen können. Genau hier setzen sogenannte Agentensysteme an.


Warum KI heute mehr kann als einzelne Antworten liefern


Die Erwartungen an KI haben sich deutlich verändert. Während früher vor allem schnelle Antworten im Fokus standen, geht es heute zunehmend darum, komplexe Aufgaben strukturiert zu lösen.


Ein Beispiel: Eine einfache Frage wie „Was steht in § 15 EStG?” lässt sich direkt beantworten. Eine komplexere Aufgabe wie „Analysiere diesen Fall, prüfe die steuerliche Einordnung und formuliere eine Antwort für den Mandanten“ besteht hingegen aus mehreren aufeinander aufbauenden Schritten.


Solche Aufgaben erfordern mehr als reine Textgenerierung. Benötigt wird ein System, das planen, strukturieren und Zwischenergebnisse sinnvoll weiterverarbeiten kann.


Was ist ein KI-Agent? - Eine klare Einordnung


Ein KI-Agent ist keine einzelne Modellinstanz, sondern eine funktionale Einheit innerhalb eines Systems, die auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet.


Ein Agent zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Aufgabe verfolgt, notwendige Schritte identifizieren kann und innerhalb eines vorgegebenen Rahmens Entscheidungen trifft, um diese Aufgabe zu erfüllen. Er führt Aktionen aus, überprüft Zwischenergebnisse und passt sein Vorgehen bei Bedarf an.


Im Unterschied zu klassischen KI-Systemen reagiert ein Agent nicht nur auf Eingaben, sondern er arbeitet zielorientiert und schrittweise. Er kann Aufgaben strukturieren und in einzelne Arbeitsschritte überführen.


Damit wird deutlich: Ein Sprachmodell allein ist noch kein Agent. Erst durch die Einbettung in eine steuernde Logik entsteht ein System, das aktiv Aufgaben bearbeitet.


Wie entstehen Aufgabenketten in Agentensystemen?


Komplexe Aufgaben lassen sich in der Regel nicht in einem einzigen Schritt lösen. Stattdessen werden sie in Teilaufgaben zerlegt, die logisch aufeinander aufbauen.


Nehmen wir ein konkretes Beispiel:

Die Anfrage lautet: „Bitte analysiere diesen steuerlichen Sachverhalt und formuliere eine Einschätzung.“


Ein Agentensystem könnte daraus folgende Abfolge ableiten: Zunächst wird der Sachverhalt strukturiert erfasst. Anschließend werden die relevanten Rechtsgrundlagen identifiziert. Aufbauend darauf erfolgt die fachliche Einordnung, bevor die Argumentation strukturiert und schließlich eine Antwort formuliert wird.


Jeder dieser Schritte baut auf dem vorherigen auf. Zwischenergebnisse fließen direkt in die nächsten Schritte ein. So entsteht eine Aufgabenkette, die deutlich über eine einzelne Antwort hinausgeht.


Wie Agentensysteme technisch zusammenarbeiten


Agentensysteme bestehen in der Regel aus mehreren spezialisierten KI-Agenten, die gemeinsam Aufgaben bearbeiten und dabei Informationen schrittweise weitergeben.


So kann ein Agent beispielsweise für die Recherche zuständig sein, ein anderer für die Analyse von Inhalten und ein weiterer für die sprachliche Ausformulierung. Die Ergebnisse werden zwischen den Agenten übergeben und weiterverarbeitet, sodass ein zusammenhängender Arbeitsprozess entsteht.


Die Steuerung erfolgt häufig über eine sogenannte Orchestrierung. Damit ist die koordinierende Logik gemeint, die festlegt, welcher Agent wann aktiv wird und wie die einzelnen Schritte miteinander verbunden sind.


In komplexeren Agentensystemen kommen zusätzlich Feedback-Schleifen zum Einsatz. Das bedeutet, dass Zwischenergebnisse überprüft und bei Bedarf angepasst werden können. So kann ein System beispielsweise erkennen, dass Informationen fehlen, und automatisch einen weiteren Recherche-Schritt auslösen.


Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die Planungslogik. Sie beschreibt die Fähigkeit eines Systems, aus einer Zielstellung eigenständig eine sinnvolle Abfolge von Arbeitsschritten zu entwickeln.


Durch diese Kombination aus Orchestrierung, Feedback und Planung arbeiten Agentensysteme nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv.


Warum Agentensysteme für komplexe Aufgaben entscheidend sind


Agentensysteme entfalten ihre Stärke insbesondere bei mehrstufigen und nicht linearen Aufgaben. Während klassische KI vor allem einzelne Antworten liefert, ermöglichen Agentensysteme eine prozesshafte Bearbeitung von Fragestellungen.


Dies ist insbesondere bei umfangreichen Recherchen, der Analyse komplexer Sachverhalte oder der Erstellung strukturierter Inhalte von Vorteil. Die Qualität entsteht dabei nicht durch einen einzelnen Output, sondern durch die logische Verknüpfung mehrerer Schritte.


Damit verschiebt sich der Fokus von isolierten Antworten hin zu nachvollziehbaren Arbeitsprozessen.


Welche Rolle Wissen, Daten und Kontrolle in Agentensystemen spielen


Agentensysteme arbeiten nicht im luftleeren Raum. Ihre Leistungsfähigkeit hängt maßgeblich davon ab, auf welches Wissen sie zugreifen können und wie dieser Zugriff organisiert ist.


Gerade bei mehrstufigen Aufgaben ist es entscheidend, dass die einzelnen Schritte auf verlässlichen und aktuellen Informationen basieren. Agentensysteme werden daher häufig mit angebundenem Wissen kombiniert, sodass Inhalte nicht nur verarbeitet, sondern auch gezielt abgerufen werden können.


Mit steigender Komplexität wächst zugleich die Bedeutung von Kontrolle. Wenn mehrere Schritte ineinandergreifen, muss nachvollziehbar bleiben, wie ein Ergebnis zustande gekommen ist und auf welchen Informationen es basiert. Transparenz wird somit zu einer zentralen Voraussetzung für den Einsatz solcher Systeme.


Was sich daraus für den Einsatz von KI ableiten lässt


Agentensysteme zeigen, dass sich die Rolle von KI grundlegend wandelt. Anstelle einzelner Antworten werden zunehmend ganze Aufgabenketten strukturiert bearbeitet.


Für die Bewertung von KI bedeutet dies einen klaren Perspektivwechsel. Entscheidend ist nicht mehr nur, wie gut ein System formuliert, sondern auch, wie nachvollziehbar und kontrollierbar es komplexe Aufgaben verarbeitet.


Um zu verstehen, wie Agentensysteme in der Praxis funktionieren, ist das eigene Ausprobieren unerlässlich. Im KI Beta Club besteht die Möglichkeit, entsprechende Anwendungen selbst zu testen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie KI Aufgabenketten tatsächlich bearbeitet.


Im Rahmen unserer Osterkampagne ist der Einstieg aktuell zudem vergünstigt möglich.



Über Taxy.io


Taxy.io wurde 2018 als Spin-Off der RWTH Aachen gegründet und entwickelt innovative Software, mit der Steuerberater und Angehörige rechtsberatender Berufe ihre Prozesse automatisieren können. Wir arbeiten mit einem 45-köpfigen Team aus talentierten und qualifizierten Experten daran, unseren Kunden innovative Anwendungen anzubieten, die ihnen durch den Steuer-Dschungel helfen.


Unser Ziel ist es, die führende Plattform für Automatisierungslösungen für die Steuer- und Rechtsberatung zu entwickeln und dadurch die vollautomatische, proaktive Steuer- und Rechtsberatung zu ermöglichen.


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