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Die unterschätzte Rolle der Fachliteratur in der KI-Nutzung

  • Autorenbild: Taxy.io
    Taxy.io
  • 21. Okt. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Dez. 2025

Warum gute Antworten gute Quellen brauchen



Zuverlässige KI entsteht nur auf geprüfter, aktueller Fachliteratur. Fehlen fundierte Quellen, drohen falsche oder veraltete Aussagen - mit echten Risiken für Kanzleien. RAG-basierte Systeme liefern dagegen transparente, nachvollziehbare Ergebnisse und stärken Beratungssicherheit, Effizienz und Vertrauen bei Mandanten.



In diesem Beitrag:




Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im juristischen Alltag angekommen. Ob Steuerkanzlei oder Rechtsabteilung - KI-Systeme versprechen, innerhalb kürzester Zeit Antworten auf komplexe Fragen zu liefern. Dabei wird jedoch oft ein zentraler Punkt übersehen: Eine KI ist nur so gut wie die Quellen, auf denen sie basiert. 


Gerade in Bereichen wie dem Steuerrecht oder juristischen Fragestellungen, in denen Präzision und Aktualität unverzichtbar sind, können Unterschiede in der Datenbasis gravierende Auswirkungen haben.


Wenn KI ohne Substanz schnelle Antworten mit Risiko gibt


Viele Systeme beeindrucken durch gut formulierte Texte. Doch was nützt eine sprachlich saubere Antwort, wenn sie sich auf veraltete Gesetze stützt oder schlicht falsch ist?Genau hier liegt das Risiko: KI kann überzeugend klingen - und damit dazu verführen, Fehler ungeprüft zu übernehmen. Für Steuerberater und Juristen ist das hochriskant, denn falsche Auskünfte können Mandanten verunsichern und im schlimmsten Fall haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.


Warum Fachliteratur das entscheidende Fundament ist


Verlässliche Antworten entstehen nur auf Basis geprüfter Quellen. Dazu gehören:


  • Gesetze und Verwaltungsanweisungen, die den rechtlichen Rahmen präzise abbilden

  • Kommentare und Handbücher, die Normen einordnen und interpretieren

  • Lehrbücher, die Grundlagen systematisch darstellen

  • Urteile, die die aktuelle Rechtsprechung dokumentieren

  • Fachzeitschriften, die Entwicklungen, Strömungen und Streitfragen aufgreifen


Eine KI, die auf diese Vielfalt zugreifen kann, liefert nicht nur schnelle, sondern auch substantielle und nachvollziehbare Antworten. Nutzende sehen direkt, auf welchen Textstellen die Aussagen beruhen - und behalten damit jederzeit Kontrolle und Übersicht.


Praxisbeispiel - Wie man steuerrechtliche Komplexität richtig einordnet


Ein klassischer Fall: die Besteuerung grenzüberschreitender Umwandlungen. Normalerweise erfordert dies intensive Recherche: Welche Paragraphen des Umwandlungssteuergesetzes gelten? Welche Verwaltungsanweisungen spielen eine Rolle? Welche Kommentierungen bringen Klarheit in Zweifelsfragen?


Eine KI mit Zugriff auf verlässliche Fachliteratur kann diese Recherche in Sekunden durchführen. Sie liefert nicht nur die Antwort, sondern auch die zugehörigen Gesetzestexte, Kommentare und Urteile - direkt verknüpft. So entsteht ein effizienter Workflow: Der Berater spart Zeit, sieht sofort die relevanten Quellen und kann seine Mandanten schneller und sicherer beraten.


Warum KI kein Ersatz, sondern eine Assistenz ist


Dieses Beispiel zeigt, was KI leisten kann - und wo ihre Grenzen liegen. KI ersetzt keine Juristen. Sie unterstützt sie. Die fachliche Bewertung, die Interpretation im Mandatskontext und die Beratung bleiben immer menschliche Aufgaben.


KI schafft die Basis: eine strukturierte, schnelle Übersicht über alle relevanten Quellen. Doch ob eine Gestaltung steuerlich sinnvoll ist oder welche Strategie empfehlenswert bleibt, entscheiden weiterhin die Fachleute. Genau diese Zusammenarbeit macht den Unterschied: KI übernimmt Routinetätigkeiten, der Mensch behält die Expertise.


Welcher Schritt vom Marketingversprechen zur echten Substanz erforderlich ist


Der Markt ist voller KI-Angebote. Viele überzeugen durch sprachliche Brillanz - doch oft bleibt unklar, auf welchen Daten diese Ausgaben beruhen. „Black-Box-KI“ mag in manchen Bereichen ausreichen; in der Rechts- und Steuerberatung ist sie riskant. Wer in diesem Umfeld arbeitet, braucht KI-Systeme, deren Antworten sich auf nachvollziehbare, überprüfbare Fachliteratur stützen.


Wie Ihnen der Schritt vom Vertrauen zum Verstehen gelingt


Gerade bei steuerlichen und juristischen Fragestellungen reicht Vertrauen allein nicht aus. Es braucht Verständnis - und das ist nur möglich, wenn die Quellen klar erkennbar und überprüfbar sind. Fachliteratur wird deshalb zum Schlüssel einer verantwortungsvollen KI-Nutzung: Sie verbindet Geschwindigkeit mit Verlässlichkeit und ermöglicht Beratung auf höchstem Niveau.


Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unserem Whitepaper „KI in der juristischen Recherche“ praxisnahe Einblicke. Es beleuchtet Chancen und Grenzen, enthält konkrete Vergleiche und bietet Checklisten, mit denen Kanzleien und Unternehmen die Eignung von KI-Systemen systematisch prüfen können. Das Whitepaper können Sie hier kostenlos herunterladen.


KI Beta Club - Der Club für KI-Enthusiasten


Über Taxy.io


Taxy.io wurde 2018 als Spin-Off der RWTH Aachen gegründet und entwickelt innovative Software, mit der Steuerberater und Angehörige rechtsberatender Berufe ihre Prozesse automatisieren können. Wir arbeiten mit einem 45-köpfigen Team aus talentierten und qualifizierten Experten daran, unseren Kunden innovative Anwendungen anzubieten, die ihnen durch den Steuer-Dschungel helfen.


Unser Ziel ist es, die führende Plattform für Automatisierungslösungen für die Steuer- und Rechtsberatung zu entwickeln und dadurch die vollautomatische, proaktive Steuer- und Rechtsberatung zu ermöglichen.


 
 
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