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Wissen auf Abruf

Aktualisiert: 9. Dez. 2025

Warum Retrieval-Augmented Generation (RAG) die Zukunft spezialisierter KI-Lösungen prägt



RAG verändert die Steuerberatung grundlegend: Durch die Verbindung von generativer KI und geprüften Fachquellen entstehen verlässliche, transparente und rechtssichere Antworten. Kanzleien prüfen Rechtslagen schneller, bearbeiten komplexe Fälle effizienter und behalten dabei volle fachliche Kontrolle - ein echter Gamechanger für den Arbeitsalltag.



In diesem Beitrag:




Mit der rasanten Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) steigen auch die Erwartungen an digitale Lösungen in der Steuerberatung. Der Wunsch nach Automatisierung trifft jedoch auf hohe inhaltliche Anforderungen: Steuerliche Informationen müssen präzise, aktuell und rechtssicher sein. Viele klassische KI-Systeme haben hier Schwächen - sie halluzinieren Inhalte oder basieren auf veraltetem Wissen. Eine potenziell riskante Kombination in einem Berufsfeld, in dem Beratungssicherheit entscheidend ist.


Die Lösung: Retrieval-Augmented Generation (RAG) - ein hybrider Ansatz, der generative KI mit vertrauenswürdigen externen Quellen verbindet. Die Technologie bildet eine Brücke zwischen der sprachlichen Stärke moderner Modelle und der fachlichen Tiefe professioneller, kuratierter Datenquellen. Sie macht KI aktueller, kontrollierbarer und vertrauenswürdiger - genau das, was die Steuerberatung benötigt.


Was Retrieval-Augmented Generation eigentlich ist


Retrieval-Augmented Generation ist ein Verfahren, bei dem ein Sprachmodell während der Beantwortung einer Anfrage auf externe, spezialisierte Datenbanken oder Wissensquellen zugreift. Die Grundidee: Ein vorgeschaltetes Recherchemodul extrahiert zu jeder Eingabe relevante Inhalte aus verlässlichen Quellen. Diese Informationen werden anschließend als Kontext an das Sprachmodell übergeben, bevor die Antwort generiert wird.


Der erzeugte Text basiert somit nicht nur auf dem Trainingsdatenstand des Modells, sondern auf aktuellen, fundierten Informationen - idealerweise mit Quellenangaben.


Herkömmliche KI-Modelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini greifen dagegen ausschließlich auf ihr beim Training erworbenes „Weltwissen“ zurück. Das führt zu einer unvermeidbaren zeitlichen Begrenzung und erhöht das Risiko veralteter oder erfundener Inhalte. RAG-Systeme umgehen dieses Problem, indem sie aktuelle und strukturierte Informationen - etwa aus Fachliteratur, Gesetzen, Kommentaren oder unternehmensinternen Dokumenten - einbeziehen.


Für die Nutzer bedeutet das: mehr Transparenz, weniger Unsicherheit und bessere Entscheidungsgrundlagen.


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Warum RAG besonders relevant für die Steuer- und Rechtsberatung ist


Im Steuerrecht ändern sich gesetzliche Grundlagen, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung häufig - und teilweise sehr kurzfristig. Ein starres KI-System mit statischem Wissensstand kann damit nicht Schritt halten, insbesondere wenn es um rechtssichere Aussagen geht. Steuerberater und Juristen sind auf eine zuverlässige Datenbasis angewiesen, sei es bei der Mandantenberatung, der Erstellung von Gutachten oder internen Abstimmungen.


RAG bietet hier einen entscheidenden Vorteil: Die KI greift auf aktuelle Inhalte qualitätsgesicherter Quellen zurück und kann dadurch auch bei neuen Rechtslagen valide Aussagen treffen. Wiederkehrende Rechercheaufgaben werden deutlich beschleunigt, ohne dass die fachliche Kontrolle verloren geht. Denn auch wenn die KI passende Passagen liefert, bewerten und interpretieren Expertinnen und Experten diese weiterhin selbst.

Gerade diese Kombination aus Effizienz und fachlicher Kontrolle macht RAG in der Steuerberatung so wertvoll.


Welche typischen Einsatzszenarien RAG in der Steuerberatung bereits bedient


Die RAG-Technologie eröffnet Steuerkanzleien und Fachabteilungen vielfältige Möglichkeiten. Besonders praxisnah zeigt sie ihr Potenzial in folgenden Situationen:


  • Rechtslage prüfen: RAG-basierte KI kann zu einer Frage direkt relevante Gesetzestexte oder Kommentierungen liefern - inklusive Quellenangabe.

  • Mandantenkommunikation: Komplexe steuerliche Sachverhalte lassen sich schneller aufbereiten und fundiert erläutern.

  • Content-Erstellung: Newsletter, Merkblätter oder Social-Media-Beiträge können fachlich korrekt und aktuell erstellt werden.

  • Interne Weiterbildung: Eine unternehmensinterne Wissensdatenbank kann per KI aufbereitet werden, z. B. für Schulungen oder neue Arbeitsschritte.

  • Bearbeitung komplexer Fälle: Auch bei atypischen Fragestellungen ermöglicht RAG eine schnelle Orientierung durch den Abgleich mit Kommentarliteratur oder Fachartikeln.


Welche Herausforderungen und Stolpersteine es dabei gibt


Trotz vieler Vorteile bringt die Einführung von RAG auch Herausforderungen mit sich. Einer der wichtigsten Punkte ist die Auswahl geeigneter Wissensquellen. Die Qualität der Ergebnisse hängt maßgeblich davon ab, welche Inhalte der KI zur Verfügung stehen. Ungeprüfte oder veraltete Daten erzeugen schnell die gleichen Probleme wie klassische Large Language Models.


Daher ist es entscheidend, auf verlässliche und gepflegte Quellen zurückzugreifen - etwa juristische Fachverlage oder geprüfte interne Wissensdatenbanken.


Ein weiterer zentraler Punkt ist der Datenschutz. Da in der Steuerberatung mit sensiblen personenbezogenen Daten gearbeitet wird, müssen RAG-Lösungen so gestaltet sein, dass vertrauliche Informationen geschützt und Abfragen datenschutzkonform verarbeitet werden. Spezialisierte Lösungen, die auf die Anforderungen der Branche zugeschnitten sind, bieten hier deutliche Vorteile.


Organisatorisch ist RAG ebenfalls kein Selbstläufer. Mitarbeitende müssen lernen, KI effektiv zu nutzen - angefangen beim Formulieren guter Prompts bis hin zur kritischen Bewertung der Ergebnisse. Es braucht Training, Zeit und Offenheit, um die Technologie in den Arbeitsalltag zu integrieren.


Warum RAG ein Gamechanger ist


Retrieval-Augmented Generation ist weit mehr als eine technische Ergänzung - sie ist ein entscheidender Fortschritt für KI in hochspezialisierten Berufsfeldern. Die Kombination aus generativer Sprachkompetenz und einer kontrollierbaren Wissensbasis ermöglicht ein Qualitätsniveau, das klassische KI-Systeme kaum erreichen können.


Für Steuerkanzleien bedeutet RAG: schnellerer Zugang zu Wissen, verlässliche Ergebnisse und eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.


Wer erleben möchte, wie diese Technologie bereits heute funktioniert - tagesaktuell und datenschutzkonform -, findet im KI Beta Club den idealen Einstieg. Dort können Sie Otto Schmidt Answers, unsere RAG-basierte Lösung für das Steuerrecht, unverbindlich testen und sehen, wie intelligente Recherche Ihren Arbeitsalltag verändert.


Retrieval-Augmented Generation innerhalb von Answers im KI Beta Club selbst testen


Über Taxy.io


Taxy.io wurde 2018 als Spin-Off der RWTH Aachen gegründet und entwickelt innovative Software, mit der Steuerberater und Angehörige rechtsberatender Berufe ihre Prozesse automatisieren können. Wir arbeiten mit einem 45-köpfigen Team aus talentierten und qualifizierten Experten daran, unseren Kunden innovative Anwendungen anzubieten, die ihnen durch den Steuer-Dschungel helfen.


Unser Ziel ist es, die führende Plattform für Automatisierungslösungen für die Steuer- und Rechtsberatung zu entwickeln und dadurch die vollautomatische, proaktive Steuer- und Rechtsberatung zu ermöglichen.


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