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Regulierung trifft Praxis

Aktualisiert: 8. Dez. 2025

Der EU AI Act und die Chancen für Kanzleien



Der EU AI Act bringt erstmals klare Spielregeln für KI im Rechtsmarkt: Transparenz, Nachvollziehbarkeit und strikter Datenschutz werden Pflicht. Kanzleien, die früh handeln, gewinnen Sicherheit und Wettbewerbsvorteile. Im KI Beta Club lässt sich Otto Schmidt Answers bereits sicher und regulierungskonform erproben.



In diesem Beitrag:




Welche Systeme dürfen genutzt werden, wo entstehen rechtliche Risiken und wie lässt sich sicherstellen, dass sensible Daten geschützt bleiben? Diese Fragen begegnen Kanzleien zunehmend, weil KI den Rechtsmarkt grundlegend verändert. Automatisierte Recherchen, schnellere Analysen und digitale Workflows sind längst Teil der Praxis. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit: Mit dem EU AI Act hat die Europäische Union erstmals einen verbindlichen Rahmen geschaffen, der zwar nicht jede Detailfrage beantwortet, aber klare Leitlinien setzt - und damit für Kanzleien sowohl Herausforderung als auch Chance bedeutet.


Warum der EU AI Act mehr als nur Bürokratie darstellt


Mit dem EU AI Act hat die EU einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von KI geschaffen. Sein risikobasierter Ansatz bedeutet: Je sensibler und folgenreicher ein Einsatzbereich ist, desto höher die Anforderungen an Transparenz, Dokumentation und Kontrolle. Für den Rechtsmarkt ist das besonders relevant, denn hier werden vertrauliche Daten verarbeitet, komplexe Sachverhalte bewertet und rechtliche Verantwortung übernommen.


In vielen Fällen - insbesondere bei Tätigkeiten mit Rechtsbezug - kann KI als „hohes Risiko“ eingestuft werden. Das betrifft allerdings nur Anwendungen, die rechtlich verbindliche Entscheidungen treffen. Für unterstützende Lösungen gelten in der Regel allgemeine Sorgfalts- und Transparenzpflichten. Diese Anforderungen sind kein Selbstzweck, sondern können zum Vertrauenssignal werden: Mandanten sehen, dass verantwortungsvoll mit KI gearbeitet wird und die Qualität der Beratung gesichert bleibt.


Der EU AI Act unterscheidet vier Risikostufen:


  • Unvertretbares Risiko: Verbotene KI, etwa Systeme zur sozialen Bewertung.

  • Hohes Risiko: KI in Bereichen wie Justiz, Medizin oder Bildung. Hier gelten strenge Anforderungen zu Daten, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit. Rechts- und Steuerberatung fällt nur dann darunter, wenn KI rechtsverbindliche Entscheidungen trifft.

  • Begrenztes Risiko: KI wie Chatbots, die klar als solche gekennzeichnet sein müssen.

  • Minimales Risiko: Systeme wie Spamfilter oder einfache Empfehlungen.


Für Kanzleien gilt: Auch wenn nicht jeder Einsatz automatisch „hohes Risiko“ bedeutet, sind Transparenz, Dokumentation und nachvollziehbare Arbeitsweisen unerlässlich. Genau diese Pflicht kann zum Vorteil werden - sie stärkt Vertrauen und zeigt Professionalität im Umgang mit moderner Technologie.


Warum Kanzleien jetzt handeln sollten


Regulierung ist nicht temporär - sie ist gekommen, um zu bleiben. Auch wenn viele Anforderungen des EU AI Acts erst schrittweise wirksam werden, lohnt sich der frühe Einstieg. Kanzleien, die jetzt handeln, verschaffen sich einen klaren Vorsprung.


Wer früh beginnt,


  • sammelt praktische Erfahrungen mit KI,

  • versteht, welche Workflows entlastet werden können,

  • lernt Systeme kennen, die Datenschutz und Transparenz gewährleisten,

  • und kann sein Team gezielt schulen.


Mandanten erwarten zunehmend den Einsatz moderner Technologien - gleichzeitig wollen sie sicher sein, dass ihre Daten geschützt sind und Entscheidungen nachvollziehbar bleiben. Kanzleien, die früh Standards setzen, sind besser auf kommende Anforderungen vorbereitet und stärken ihre Marktposition.


Wie Innovation auch im Rahmen der Regeln stattfinden kann


Der EU AI Act zeigt klar, dass bestimmte Arbeiten in Kanzleien potenziell in die Kategorie „hohes Risiko“ fallen. Das bedeutet jedoch nicht, dass moderne KI-Lösungen tabu sind - im Gegenteil. Entscheidend ist, dass die eingesetzten Systeme nachvollziehbar, überprüfbar und datenschutzkonform sind.


Genau hier setzt unser KI Beta Club an: Kanzleien testen dort Otto Schmidt Answers in einer Umgebung, die sich an den Anforderungen des EU AI Acts orientiert.


  • Die KI wird in der EU gehostet.

  • Es findet keine Datenweitergabe an Dritte statt.

  • Nutzereingaben fließen nicht in das Training der KI ein.


So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Innovation und Rechtssicherheit Hand in Hand gehen.


Für Juristen bedeutet das: Sie profitieren von fachlicher Tiefe und Effizienz - ohne Abstriche bei Datenschutz, Nachvollziehbarkeit oder rechtlicher Verantwortung.


Wie der Schritt vom Regelwerk zur Praxis gelingt


Der EU AI Act schafft einen verbindlichen Rahmen, der Vertrauen fördern und gleichzeitig Innovation ermöglichen soll. Für Kanzleien heißt das: Wer KI einsetzt, muss dies nachvollziehbar, dokumentiert und datenschutzkonform tun. Regulierung und Innovation stehen dabei nicht im Widerspruch. Sie bilden vielmehr die Grundlage für eine nachhaltige Nutzung moderner Technologien.


Erleben Sie selbst, wie KI unter klaren Rahmenbedingungen echten Mehrwert schafft: Testen Sie Otto Schmidt Answers mit dem Aktionsmodul Steuerrecht im KI Beta Club. Dort nutzen Sie eine in der EU gehostete KI mit eindeutigen Datenschutzrichtlinien und exklusiver Fachliteratur - sicher, praxisnah und flexibel kündbar.


KI Beta Club - Der Club für KI-Enthusiasten


Über Taxy.io


Taxy.io wurde 2018 als Spin-Off der RWTH Aachen gegründet und entwickelt innovative Software, mit der Steuerberater und Angehörige rechtsberatender Berufe ihre Prozesse automatisieren können. Wir arbeiten mit einem 45-köpfigen Team aus talentierten und qualifizierten Experten daran, unseren Kunden innovative Anwendungen anzubieten, die ihnen durch den Steuer-Dschungel helfen.


Unser Ziel ist es, die führende Plattform für Automatisierungslösungen für die Steuer- und Rechtsberatung zu entwickeln und dadurch die vollautomatische, proaktive Steuer- und Rechtsberatung zu ermöglichen.


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